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Schwarzbuch I, 2011
Schwarzbuch ll, 2011

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LOHNGLEICHHEIT MUSS WEITER EINGEFORDERT WERDEN

Die Gleichstellung zwischen Frau und Mann ist in der Schweiz in vielen Bereichen des Lebens bei weitem noch nicht umgesetzt. So sind auch die Löhne der traditionell weiblichen Gesundheitsberufe bis heute diskriminiert.

Nach Erfolgen um die Jahrtausendwende – bei denen die AGGP im Kanton Zürich massgeblich beteiligt ist – verstärkt sich in den letzten Jahren die Tendenz der Lohndiskriminierung zusehends. Viele jüngere Angehörige der Gesundheitsberufe scheinen dies kaum wahrzunehmen. Derweil unternehmen die ArbeitgeberInnen alles, um ihren Spielraum zu Ungunsten dieser Berufsgruppen auszubauen. (»Gesundheitspolitik).

Bei der Forderung der Angestellten nach Lohngleichstellung im Gesundheitssektor geht es um den konkreten Lohnbetrag (gleiche wirtschaftliche Möglichkeiten) und um die korrekte Bewertung und Anerkennung (Wertschätzung, Prestige) der typischen Frauenberufe. Lohngleichstellung ist zudem ein wichtiger Faktor – nebst sinnvollen Arbeitsinhalten und gesunden Arbeitsbedingungen – gegen den Personalmangel.

Lohngleichstellung kontra Interessen der Investoren

Bei den verselbständigten und privatisierten Spitälern können Lohnunterschiede zwischen Frauen- und Männerfunktionen nur noch innerhalb des jeweiligen Betriebes juristisch eingeklagt werden. Politisch muss der Vergleich der Gesundheitsberufe mit den traditionellen Männerberufen in der Wirtschaft, Verwaltung und Justiz weiter eingefordert werden. Die Lohngleichstellung ist für die zukünftigen Generationen wichtig. Einerseits ermöglicht sie die Wertschätzung der Berufsangehörigen und die Vereinbarung von Familie und Beruf und andererseits wirkt sie gegen den Mangel an Gesundheitspersonal.

Die ArbeitgeberInnenseite bewegt sich diesen Bestrebungen entgegengesetzt. Sie versucht, mittels Lohnrevisionen und unbesetzten Stellen die Lohnsumme so tief wie möglich zu halten, um den Interessen der Investoren, welche das Gesundheitswesen als profitables Geschäftsfeld geortet haben, entgegen zu kommen. In diesem Spannungsfeld befindet sich derzeit das Gesundheitspersonal.